Archive for January, 2008

What your brain tells about your reasons

Monday, January 28th, 2008

What makes you decide the way you do? – Contrary to the economic view that each individual is only concerned about its own outcome, neuroscientists find evidence for a claim of long standing among psychologists – our relation to others affects our attitude towards an outcome.

On the one hand, this seems amazing. On the other, what does it really tell us if we know that a certain cortical area lights up during deliberation of rewards?

Programmed for Speech

Saturday, January 19th, 2008

At high school during an English class I was confronted with the idea that humans were the one and only species capable of speech – and thus of thoughts. Any intermediate stage between human language and animal communication was denied; for the sooner five defining characteristics were given:

  1. language is a set of sounds
  2. language is a set of symbols – the connection between sound and symbol is arbitrary and unpredictable, i.e. different symbols can refer to the same thing
  3. language is systematic, it is a substitution frame – other species may utter a sequence of sounds but for those the entire utterance is a unit
  4. the symbols encode meaning – we can use ‘displaced speech’ and set up a ‘universe of discourse’
  5. language is complete – it is living and suited for the environment of use.

In this context language was considered to be the primary and most highly elaborated form of human symbolic activity. It was said to be the indicator of reasoning and emotionality as well as understanding, intentionality and intelligence.

To me, this idea seemed stupid. (more…)

„the best way to understand a machine is
to take it apart and resemble it“

Sunday, January 13th, 2008

- Stimmt das wirklich?

Vielleicht bezogen auf künstliche Maschinen, aber bezogen auf den Menschen? Die neueren Ergebnisse der Genforschung enthüllen Regulationsmechanismen, die offenbar fest ins Genom einprogrammiert sind. Heißt das, dass wir uns selbst einzig auf einen genetischen Schaltkreis reduzieren lassen?

Die folgenden Folien stammen aus der dieswöchigen Präsentation in Bioinformatik – eine Disziplin, die sich damit beschäftigt biologische Daten und Analysen im Computer umzusetzen. Am Beispiel von Endo16 wird gezeigt, wie sich ein einmal verstandener Regulationsprozess algorithmisch darstellen lässt.

Sandkastenphilosophie

Tuesday, January 8th, 2008

Ein Blick in das Leben der Kleinen offenbart uns oft, wie einfach alles eingentich doch ist.

So lässt sich auch die Debatte um den Beitrag von natürlicher Sprache zur Fähigkeit des Denkens auf das folgende Szenario abbilden:

Anton: Guckt mal alle her, was man mit Förmchen für tolle Sachen machen kann!

Linus: Das mag ja sein, aber vieles davon kann man auch mit Schaufeln machen, Sand transportieren zum Beispiel. Es gibt allerdings auch etwas, das man wirklich nur mit Förmchen machen kann: Sandkuchen backen!

Jonas: Aber im Prinzip sind doch Förmchen nur eine Sorte Eimer. Wir brauchen also eigentlich gar keine Förmchen – und auch keine Schaufeln, weil wir ja so oder so alles immer mit Eimern machen.

Anton: Machen wir doch gar nicht. Könnten wir vielleicht, aber das ist nicht immer so toll wie mit den praktischen Förmchen!

Linus: Eimer sind nicht so gut geeignet wie Förmchen – ich will, dass wir für manche Sachen nur Förmchen benutzen.

Jonas: Aber Förmchen sind doch Eimer!

„Was hältst du eigentlich von Telepathie?“

Friday, January 4th, 2008

Meine erste Antwort auf diese Frage lautete: „Naja, ich weiß nicht so recht, vielleicht sind es ja alles nur Tricks…“

– Vielleicht auch nicht. Wenn Denkprozesse nichts weiter sind als ein physikalisches Phänomen, dann lassen sich diese auch nach physikalischen Gesetzen steuern. Der eine kann sie besser koordinieren als der andere, der eine übt mehr Einfluss auf seine Umwelt aus, der andere weniger. Und manche Lebewesen entwickeln gewissermaßen Antennen für die physikalischen (Neben-)Effekte ihrer Artgenossen.

Das allerdings erfordert Aufmerksamkeit und Bewusstsein für solche Phänomene.
Wer also nicht daran glaubt, wird ganz sicher keine telepathischen Erfahrungen machen können, weil er sich ganz einfach nicht genug auf seine Umwelt einlässt, um etwas zu bemerken.

Man könnte sich Telepathie dann vorstellen wie Infrarot: ein rein physikalisches Phänomen, mit dem sich – richtig eingesetzt, etwa als Fernbedienung – Daten übertragen und Funktionen manipulieren lassen. Aber nur mittels Sender und Empfänger.