Durch ein idyllisches grünes Wäldchen schlängelt sich ein ausgetretener schmaler Sandweg. Die Sonne linst durch das hohe Blätterdach und wirft ihre Strahlen zaghaft auf den Pfad und ein seichter Wind fährt durch die Zweige. Einen Fuß vor den anderen setzend gehst du weiter. Du lässt deinen Gedanken ihren Lauf, bemerkst was dir alles im Kopf herumschwirrt. So richtig los lassen deine Sorgen dich nicht, auch hier nicht.
Nach etlichen hundert Metern weicht der Wald langsam zurück. Der Sandweg wird breiter, nun gesäumt von Hagebuttenhecken führt er dich zwischen Gräsern die Dünen hinauf. Der Wind wird stärker, die Luft frischer, es riecht nach Meer. Und noch immer lassen deine Gedanken dich nicht los. Nun ist die Sonne nicht mehr unter Wipfeln verborgen, sondern hinter dicken grauen Wolken.
Oben angekommen, kannst du endlich das Wasser sehen. Der Wind peitscht dir entgegen, hohe Wellen erreichen die Küste. Es ist kühl, die Luft ist atemberaubend klar. Du setzt deinen Weg fort: Nicht den Strand hinunter, sondern auf die Landungsbrücke. Du gehst hinaus auf das Wasser, Wellen schlagen gegen das Holz der Brücke und hinterlassen Pfützen. Einzelne Sonnenstrahlen bahnen sich nun ihren Weg durch die Wolken und treffen auf dein Gesicht, doch der stürmische Wind lässt nicht vermuten, dass sie dich wärmen könnten. Und noch immer machst du dir Gedanken.
Der Wind wird stärker und stärker – mit jedem Schritt scheint er gegen dein Vorwärtsgehen mehr zu protestieren. Nicht einmal eine einsame Möwe kreuzt den Himmel. Doch du lässt dich nicht beirren, gehst weiter, gehst hinaus über das Wasser, bis ganz an das Ende der Brücke. Du blickst auf das Meer hinaus, genießt den ungehinderten Blick in die Ferne; am Horizont kannst du eine weiße Fähre erspähen. Sonst gibt es nur Wind, Wasser, Wellen und Wolken so weit das Auge reicht.

Du drehst dich um, lehnst dich mit der Hüfte an das Geländer, breitest die Arme aus und lässt dich nach hinten fallen. Der Wind pfeift dir um die Ohren. Er fängt dich auf, hält dich. Und auch die Wolken hat er vertrieben – jetzt steht die Sonne triumphierend am Himmel taucht die Küste in ein traumhaftes Glitzern. Du denkst an nichts mehr.